Vielfältig anders sein - Migration und Behinderung


Dagmar Domenig, Sandro Cattacin und Irina Radu (Hrsg.)

Vielfältig anders sein – Migration und Behinderung (mit DVD mit dem Film «Dort ist hier»). Reihe «Teilhabe und Verschiedenheit»

2015, 172 Seiten, ISBN 978-3-03777-144-0, SFr. 38.—/Euro 29.— Hier bestellenFlyer

Alles an seinem Ort - aus dem Film

Alles an seinem Ort - aus dem Film "Dort ist hier" (liegt dem Buch bei) ©

Inhalt

Vorwort - Michele Galizia und Andreas Rieder          

EinleitungDagmar Domenig

TEIL I: GRUNDLAGEN

Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund: Von der Gastfreundschaft zur Feindseligkeit - Bill Hughes

Unkonventionelle Vorschläge zur Konzeptualisierung von Migration und Behinderung - Dan Goodley

TEIL II: FORSCHUNGSPERSPEKTIVEN

Vielfältig anders: Verständnisse und Konzeptualisierungen aus sonderpädagogischer Perspektive - Barbara Jeltsch-Schudel

Ein Versuch, Intersektionalität und Interdependenz für die Behindertenarbeit auf die Füsse zu stellen - Kerstin Rathgeb

Menschen mit pluralen und komplexen Identitäten im Gesundheits- und Sozialbereich - Sandro Cattacin und Dagmar Domenig

TEIL III: PRAXIS

Migrationshintergrund und Behinderung – Herausforderungen an einer diskriminierungsrelevanten Schnittstelle -Judy Gummich

Migration und Beeinträchtigung – Zum Filmprojekt Dort ist hier -Irina Radu

TEIL IV: SCHLUSSBETRACHTUNGEN

Komplexe Identitäten: Chancen für eine offene Gesellschaft - Sandro Cattacin und Dagmar Domenig 

Beigefügt: Dort ist Hier. Zu Besuch bei Samson, Astrit und Monia (DVD) -Daniela Pedemonte, Irina Radu, Anna Weber

AutorInnen

Sandro Cattacin ist Professor an der Universität Genf (Département de sociologie) und arbeitet seit über 20 Jahren zu Stadtpolitik und zu den Dynamiken des Einschlusses und Ausschlusses. Neben komparativen Studien zu Stadtentwicklungspolitiken, Policies in Städten im Bereich Drogen, Migration und HIV/Aids arbeitet Cattacin in den letzten Jahren zu Themen der organisierten Differenz und der Innovation im städtischen Kontext sowie der Beziehung zwischen Institutionen und Marginalität. (sandro.cattacin@unige.ch; Publikationen auf https://unige.academia.edu/SandroCattacin; Forschungsprojekte auf www.differences.ch).

Dagmar Domenig ist Juristin, Sozialanthropologin und Pflegefachfrau. Ihre Schwerpunktthemen sind Migration und Gesundheit, transkulturelle Kompetenz, Umgang mit Verschiedenheit im Gesundheits- und Sozialwesen. Seit über zehn Jahren ist sie in der Weiterbildung und Forschung tätig und publiziert regelmässig, unter anderem das 2007 in der zweiten Auflage im Hans Huber Verlag erschienene Lehrbuch Transkulturelle Kompetenz für Pflege-, Gesundheits- und Sozialberufe. Weiter hat sie in diversen europäischen Netzwerken und Projekten mitgearbeitet, unter anderem in einem europäischen Netzwerk für die Erarbeitung von Equity Standards für den Gesundheits- und Sozialbereich. Von 2000 bis 2010 war sie für das Schweizerische Rote Kreuz in Bern tätig, in den letzten Jahren als Departementsleiterin und Vizedirektorin, seit 2011 ist Domenig Direktorin der Stiftung Arkadis in Olten (www.arkadis.ch, dagmar.domenig@arkadis.ch).

Michele Galizia ist Ethnologe und Leiter der Fachstelle für Rassismusbekämpfung des Eidgenössischen Departements des Innern (michele.galizia@gs-edi.admin.ch).

Dan Goodley ist Professor für Disability Studies und Education an der University of Sheffield. Davor arbeitete er an den Universities of Leeds und der Manchester Metropolitan University. Goodley hat mehrere Bücher und Artikel zu den kritischen Disability Studies publiziert, unter anderem auch das 2011 bei Routledge erschienene Buch Disability Studies: An interdisciplinary introduction. Kürzlich erschien sein Buch Dis/ability Studies: Theorising disablism and ableism bei Routledge (twitter@disabilityuos).

Judy Gummich ist Menschenrechtlerin, freiberufliche Trainerin und Beraterin für Diversity und wissenschaftliche Mitarbeiterin für Menschenrechtsbildung, Inklusion und Diversity am Deutschen Institut für Menschenrechte. Seit mehr als 25 Jahren arbeitet sie in unterschiedlichen nationalen und internationalen Zusammenhängen vor allem zu Belangen der afrikanischen Diaspora in Deutschland, zu (Anti-)Rassismus, Migration, Beeinträchtigung und Behinderung, Integration und Inklusion, Gender, sexuelle Identität sowie intersektionale Lebensrealitäten und Diskriminierung (www.eltern-beraten-eltern.de, mail@eltern-beraten-eltern.de).

Bill Hughes ist Professor für Soziologie an der Glasgow School for Business and Society, Glasgow Caledonian University. Seine Forschungsschwerpunkte sind Behinderung und Beeinträchtigung, Sozialtheorien und Biopolitiken. Er ist Koautor des 2000 bei University Press erschienen Buches The Body, Culture and Society: An Introduction und Mitherausgeber – mit Dan Goodley und Lennard Davis – des 2012 bei Palgrave Macmillan erschienenen Buches Disability and Social Theory. Derzeit arbeiteter an einem Buch mit dem Arbeitstitel: Invalidation: A Social and Historical Ontology for Disability (w.hughes@gcu.ac.uk).

Barbara Jeltsch-Schudel ist Titularprofessorin, Lehr- und Forschungsrätin, Abteilungsleiterin Klinische Heilpädagogik und Sozialpädagogik am Heilpädagogischen Institut der Universität Freiburg. Sie hat ausgiebig zu Themen wie Down-Syndrom, Elternbegleitung und Altern publiziert, unter anderem hat sie gemeinsam mit Udo Wilken das 2014 im Kohlhammer Verlag erschiene Buch Elternarbeit und Behinderung. Empowerment – Inklusion – Wohlbefinden herausgegeben (barbara.jeltsch@unifr.ch).

Daniela Pedemonte studierte Communication Design an der Hochschule der Künste Bern und schloss anschliessend an der Universität Bern den Master in Research on the arts ab. Ihr Fokus liegt auf den Themenbereichen Migration und Interkulturelle Kommunikation. Sie unterrichtet digitales Gestalten an der Hochschule der Künste in der Talentförderung Hofwil und ist in diversen Forschungsprojekten und selbstständig im eigenen Atelier tätig (danapedemonte83@yahoo.com).

Irina Radu ist Assistentin am Département de sociologie der Universität Genf. Sie hat Volkswirtschaft und Soziologie studiert und arbeitet mit audiovisuellen Methoden (irina.radu@unige.ch).

Andreas Rieder ist Jurist und Leiter des Büros für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen des Eidgenössischen Departements des Innern (andreas.rieder@gs-edi.admin.ch).

Kerstin Rathgeb ist Professorin für allgemeine Pädagogik an der Evangelischen Hochschule Darmstadt, Fachbereich Sozialarbeit/Sozialpädagogik, Studiengang Soziale Arbeit. Zuvor war Rathgeb Professorin für Heilpädagogik im Studiengang Integrative Heilpädagogik, Fachbereich Soziale Arbeit. Ihre Schwerpunkte sind sozialer Ausschluss, kritische Denkmodelle und eigenwillige Praxen, Gemeinwesen- und Nutzungsforschung. Unter anderem hat sie das 2012 im Springer Verlag erschienene Buch Disability Studies: Kritische Perspektiven für die Arbeit am Sozialen herausgegeben (rathgeb@eh-darmstadt.de).

Anna Weber ist Forschungsassistentin am Département de sociologie der Universität Genf. Sie hat Psychologie und Sozialanthropologie studiert. Ihre Schwerpunkte sind Sozial- und Gesundheitspolitik, Migration und Diversität, multiple Diskriminierung und soziale Innovation (anna.weber@unige.ch).

Rezension auf Socialnet.

"Die besprochene Publikation ist ein Beitrag zur praktischen Arbeit mit migrationserfahrenen Menschen mit Behinderung. Außerdem wird eine konzeptionelle Diskussion zu Intersektionalität und erweiterten Identitäten angeführt. Das Buch kann als eine obligatorische Lektüre für Menschen in Betracht gezogen werden, die sich mit der Thematik Behinderung und Migration auseinandersetzen."

Carsten Rensinghoff

«Das Buch leistet einen Beitrag zur praktischen Arbeit mit Menschen mit Behinderungen, die eine Migrationserfahrung aufweisen.»

Swiss Migration News (28.1.2016)

Zürich liest '15: Lesung mit Filmausschnitten am 23. Oktober 2015 um 17.30 Uhr mit den HerausgeberInnen.

Informationen und Tickets hier.